Lärm messen

Sensoren für eine ruhigere Stadt

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Flugzeuge, Züge oder Autos – wer ist der größte Lärmsünder? Straßenlärm stört die meisten Bewohner (75%). Gleich danach folgen die lieben Nachbarn, von denen sich immerhin 60% belästigt fühlen.

Lärm macht krank

Dauerhafte Lärmbelastung ist neben Luftverschmutzung eines der größten Gesundheitsrisiken in der Stadt. Die körperliche Stressreaktion wird bereits bei niedrigen Schallpegeln wie beispielsweise Verkehrslärm ausgelöst. Konzentriertes Arbeiten ist oft nicht mehr möglich und die Kinder haben Lernschwierigkeiten, wenn sie trotz des Straßenlärms Hausaufgaben erledigen sollen. Und auch die Erholung zu Hause wird durch Lärmbelästigung verhindert. Neben Gehörschäden steigt das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkt als Langzeitfolge. Nächtlicher Verkehrslärm stört den Schlaf und wirkt sich negativ auf das Immunsystem und den Stoffwechsel aus. Erhöhte Belastung am Tag korreliert mit psychischen Störungen.

Was ist ein zumutbarer Geräuschpegel?

Wie viel Lärm als unzumutbar eingestuft wird, richtet sich nach dem Gebiet und der Störungsquelle. In allgemeinen Wohngebieten liegt die Belastungsgrenze für Straßen bei 59 dB(A) tagsüber und nachts bei 49 dB(A). Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt sogar eine Absenkung auf 40dB in den Schlafstunden. Die Überschreitung der Grenzwerte hat messbare gesundheitliche Auswirkungen. Menschen, die nachts unter einem Schallpegel über 55 dB(A) litten, sind beispielsweise doppelt so häufig wegen Bluthochdrucks in ärztlicher Behandlung (Umweltbundesamt „Epidemiologische Untersuchungen zum Einfluss von Lärmstress auf das Immunsystem und die Entstehung von Arteriosklerose”). Für Fluglärm, Gewerbelärm, Sportveranstaltungen und Freizeitlärm sowie für Mischgebiete zwischen Gewerbe und Wohngebiete weichen die Grenzwerte ab. Auch einzelne Bundesländer erlassen eigene Verordnungen, denen zu folgen ist. Deshalb ist eine individuelle Bedarfsanalyse für Ihre Stadt notwendig.

Lärmbelastung effizient verringern

Verantwortlichen stehen verschiedene Wege offen, um den Lärm zu minimieren. Weniger Parkverkehr bedeutet weniger Straßenlärm, ebenso wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Lkw-Fahrverbot, Lärmschutzwände oder lärmmindernde Fahrbahnbeläge. Baustellenlärm wird von den Bewohnern eher akzeptiert, wenn ein Ende in Aussicht steht und klar kommuniziert wird. Bewährt haben sich hierzu Stadt-Dashboards, auf denen Bürger alle wichtigen Informationen auf einen Blick abrufen können. Der erste Schritt ist es jedoch stets, Probleme zu erkennen und die messbaren Geräuschpegel auszuwerten.

 

Wie kann man Lärm messen?

Eine zuverlässige Möglichkeit über einen langen Zeitraum hinweg quantitative Daten zu sammeln und auszuwerten, sind Schallpegelmesser. Diese Geräte erstellen Langzeitaufnahmen von Schallquellen und senden sie über LoRaWAN oder andere Funktechnologien an eine zentrale Plattform. Städteplaner können auf die Angaben zurückgreifen und beispielsweise Verkehrsleitungen überarbeiten.

Möchten Sie nicht gleich Sensoren in der ganzen Stadt installieren? Unsere App zur Lärmmessung ist eine kostengünstige und einfache Alternative. Sie ist auch in unserer Demoversion Smart City Lab enthalten. Solche punktuellen Messungen bieten keine lückenlose Überwachung des Geräuschpegels, da die App auf das Engagement der Bürger setzt. Doch besonders an Lärm-Brennpunkten, die viele Menschen belasten, ist somit ein erster Schritt Richtung Smart City getan.

Haben Sie Fragen?

Sie haben noch Fragen oder wünschen einen persönlichen Termin mit uns? Gerne demonstrieren Ihnen auch live vor Ort unsere Smart City To Go Lösung. Ihr persönlicher Ansprechpartner Herr Roman Spendler steht Ihnen zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht oder rufen Mo-Fr zwischen 9-18 Uhr unter 0451/3973578 an. Wir freuen uns auf Sie.

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